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Letzte Änderung: 05. Oktober 2017

Geschichte von ACOnet

2016/2017

Backbone-Umstellung

Der Rahmenvertrag mit der A1 Telekom Austria AG (A1TA) über den österreichweiten Glasfaser-Backbone von ACOnet wird im November 2016 (nach Ablauf der initialen 10-jährigen Laufzeit) bis Mitte 2022 verlängert. Gleichzeitig wird die A1TA mit einer Anpassung der Backbone-Topologie beauftragt: neue Standorte in Wiener Neustadt, Bregenz und St. Johann/Pongau sowie optionale direkte Verbindungen zwischen benachbarten Bundesländern.

Die topologische und technologische Umstellung des Glasfaser-Backbones (Aufrüstung der DWDM-Knoten und Erneuerung der Router) soll bis Herbst 2017 abgeschlossen sein.

2015

eduroam in the city

In Zusammenarbeit mit der Stadt Wien wird im Laufe des Jahres 2015 das Projekt eduroam in the city umgesetzt. Dabei stellt die Stadt Wien Teile ihrer WLAN-Infrastruktur (z.B. in allen Amtshäusern) für eduroam-BenutzerInnen zur Verfügung. Im Rahmen der "wien.at Public WLAN"-Initiative werden zudem alle Hotspots in den Wiener Bezirken 1-9, auf der Donauinsel sowie an einigen Verkehrsknotenpunkten in den Außenbezirken für eduroam aktiviert.

Upgrade CBF-Dreieck

Im November 2015 wird das CBF-Dreieck (CBF = Cross Border Fibre), das 2006 für den direkten Datenaustausch zwischen den benachbarten Wissenschaftsnetzen ACOnet, SANET und CESNET eingerichtet wurde, auf die Technologie TRILL (Transparent Interconnection of Lots of Links) umgestellt. Gleichzeitig wird die Bandbreite des CBF-Dreiecks auf 20 Gbit/s verdoppelt.

net:25

Im Juni 2015 feiert ACOnet mit der Event-Trilogie net:25 (net:future, net:science, net:art) zwei 25-Jahre-Jubiläen: 1990 wurde mit der ersten IP-basierten Standleitung zwischen der Universität Wien und dem CERN in Genf der Grundstein für das österreichische Internet gelegt, und ebenfalls 1990 wurde unter der Koordination der TU Wien das erste ACOnet-Backbone-Netzwerk errichtet.

Ein neuer Ring in Wien

Im April 2015 wird der LWL-Ring WienMitte/WienWest fertiggestellt - ein vollredundanter Glasfaserring, der innerhalb weniger Monate gebaut wurde und einige der renommiertesten Wiener Kunst- und Kulturinstitutionen untereinander und mit dem ACOnet-Backbone verbindet.

2013

eduGAIN

Seit Oktober 2013 nimmt ACOnet an eduGAIN teil. eduGAIN ist ein Service des europäischen Wissenschaftsnetz-Verbundes GÉANT, das bestehende akademische Identity Federations über nationale Grenzen hinweg verbindet und damit den Geltungsbereich von elektronischen Identitäten und die Erreichbarkeit von Services europaweit (und darüber hinaus) erweitern kann.

net:art

Im März 2013 bringt ACOnet den jährlichen, internationalen Network Performing Arts Produktion Workshop nach Wien. Das Thema ist performing arts over advanced networks (kurz net:art), eine interaktive Kunstform, die bewusst mit dem Medium Internet arbeitet. Anlässlich des Workshops organisiert ACOnet die net:art-Produktion "near in the distance", die mit Hilfe von Hochleistungsdatennetzen und speziellen Übertragungsprotokollen (LOLA, UltraGrid) KünstlerInnen in Wien, Triest und Barcelona zu gemeinsamen Live-Performances verbindet.

2012

KUKIT-Stammtisch

Gemeinsam mit dem Kunsthistorischen Museum Wien wird im Juli 2012 unter dem Namen KUKIT (Kunst, Kultur und IT) ein regelmäßiger "Stammtisch" gegründet, der allen Kunst- und Kulturorganisationen Österreichs die Möglichkeit bietet, relevante IT-Entwicklungen bzw. IKT-Themen im Kunst- und Kulturbereich zu diskutieren.

2010/2011

Identity Federation

Die im Juli 2011 formal etablierte ACOnet Identity Federation, ein Zusammenschluss von ACOnet-Teilnehmern und externen Serviceanbietern, erleichtert den institutionsübergreifenden Zugang zu elektronischen Ressourcen anderer Federation-Mitglieder.

IPv6

Im März 2011 wird IPv6 aus einem mehrjährigen Pilotbetrieb in den Regelbetrieb übergeführt. ACOnet ist damit einer der ersten Internet-Provider in Österreich, der IPv6 als Standardprodukt anbietet.

GovIX/GovDNS

Für Einrichtungen der öffentlichen Verwaltung steht ab Dezember 2010 mit dem Government Internet eXchange (GovIX) ein österreichweites Peering-VLAN am ACOnet-Backbone und ab 2011 auch eine entsprechende DNS-Infrastruktur (GovDNS) zur Verfügung.

2009

Standorte in NÖ

Im Juni 2009 werden im Rahmen einer Kooperation mit der NÖ Bildungsgesellschaft m.b.H. zwei neue Standorte in St. Pölten und in Krems/Donau errichtet. Damit ist auch das Bundesland Niederösterreich an den ACOnet-Backbone angeschlossen, und die ACOnet-Aktivitäten verlagern sich in den nächsten Jahren von der Backbone- zur Service-Erweiterung.

Glasfaser-Backbone in Betrieb

Der neue, von der A1 Telekom Austria AG für ACOnet errichtete Glasfaser-Backbone wird im Jänner 2009 fertiggestellt und abgenommen und ermöglicht es nunmehr allen ACOnet-Teilnehmerorganisationen, nahezu unbegrenzte Datenmengen auszutauschen. Mehrkosten entstehen dabei nur für die "Last Mile" vom Teilnehmerstandort zum nächsten ACOnet-Anschlusspunkt. Die neue Infrastruktur vereinfacht gegenseitige Service-Leistungen und ermöglicht gemeinsame Projekte mit hohem Datenvolumen, wie z.B. Medienbibliotheken, Videokonferenzen oder eLearning-Kooperationen.

2007/2008

Umstellung auf Glasfaser

Im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung wird die A1 Telekom Austria AG als Bestbieter für einen Rahmenvertrag über Errichtung und Betrieb einer "Österreichweiten Telekommunikationsdienstleistung auf Basis faseroptischer Verbindungen" ermittelt und im Juli 2007 mit der Umsetzung beauftragt. Die ersten Standorte (Linz und Graz) können noch vor Ende 2007 auf die neue Backbone-Technologie umgestellt werden, die weiteren Standorte folgen sukzessive im Laufe des Jahres 2008.

2006

CBF-Dreieck

Die seit 2002 bestehende 1 Gbit/s-Glasfaserstrecke Wien-Bratislava als direkte Verbindung zum slowakischen Wissenschaftsnetz SANET wird im Jänner 2006 auf 10 Gbit/s erweitert. Im September 2006 entsteht durch zwei weitere 10 Gbit/s-Glasfaserbindungen zwischen Wien-Brno und Brno-Bratislava das sogenannte CBF-Dreieck (CBF = Cross Border Fibre), das ein direktes Peering zwischen ACOnet, SANET und dem tschechischen Wissenschaftsnetz CESNET ermöglicht.

2005

Upgrade Wien

Die Querverbindungen in Wien werden im Juni 2005 von Gigabit-Ethernet auf 10-Gigabit-Ethernet ausgebaut.

2001, 2004

Gigabit-Ethernet

Im Dezember 2001 wird das ACOnet-Trägernetz an den Standorten Wien, Linz, Salzburg, Innsbruck und Klagenfurt auf Gigabit-Ethernet umgestellt. Anfang 2004 werden auch der Standort Leoben und der neue Standort Eisenstadt in diesen Gigabit-Ethernet-Verbund integriert.

1996/1997

ATM-Backbone

Im März 1996 wird in Teilen des ACOnet-Trägernetzes die ATM-Technologie eingeführt, um dem rasch steigenden Bandbreitenbedarf vor allem an den Standorten Wien, Linz und Graz Rechnung zu tragen.

Im April 1997 werden auch die Standorte Salzburg, Innsbruck, Klagenfurt und Leoben auf die ATM-Technologie umgestellt, sodass ACOnet wieder einen einheitlichen Backbone (ACOnet-ATM-Backbone) aufweist.

1994

Umstellung auf MAN

Der steigende Datenverkehr im ACOnet und die Einführung neuer Dienste, die wegen ihres hohen Bandbreitenbedarfs auf der bestehenden Leitungsinfrastruktur nicht realisiert werden können, machen im Mai 1994 eine weitere Umstellung notwendig. Dabei wird das österreichweite, mit SMDS betriebene MAN (Metropolitan Area Network) der Post und Telekom Austria AG als Trägernetz von ACOnet eingeführt. Jeder Universitätsstandort wird mit 2 Mbit/s daran angeschlossen.

1992

Umstellung auf IP

Die ACOnet-Netzwerkinfrastruktur wird von einem X.25-Netz auf ein IP-Netz (IP = Internet Protocol) umgestellt. Dessen Kern besteht aus einem Backbone-Dreieck mit Datenleitungen, die multiprotokollfähige ACOnet-Router an den Universitäten in Wien, Linz und Graz verbinden. An das Backbone-Dreieck werden die anderen Standorte angeschlossen. In dieser Stufe werden die Verbindungsleitungen mit 64 kbit/s oder 128 kbit/s betrieben.

1990

X.25-Backbone

In der zweiten Jahreshälfte 1990 wird eine gemeinsame, herstellerunabhängige Kommunikations-Infrastruktur für ACOnet errichtet. ACOnet bildet in dieser ersten Stufe ein privates X.25-Netz, das Universitäten in Wien, Graz, Leoben, Klagenfurt, Innsbruck, Salzburg und Linz gemäß einer Ringtopologie verbindet. Die Verbindungsleitungen werden zunächst mit 9,6 kbit/s, später mit 64 kbit/s betrieben.

Internet-Anbindung

1990 erhält die Universität Wien im Rahmen der "European Academic Supercomputer Initiative" (EASI) der Firma IBM erstmals einen Anschluss an das Internet - mit einer 64 kbit/s-Standleitung nach Genf, von wo aus eine 1,5 Mbit/s-Verbindung in die USA zum NSFnet genutzt werden kann (EASINET). Noch im selben Jahr können relativ rasch auch die anderen österreichischen Universitäten an das Internet herangeführt werden.

1986

ACONET-Verein

Der ACONET-Verein, dem die EDV-Zentren aller österreichischen Universitäten angehören, wird gegründet. Der Verein unterstützt das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung bei der Entwicklung von Konzepten für ACOnet und stellt ein wichtiges Forum des Meinungsaustausches und der gemeinsamen Netzwerkplanung dar.

RARE/TERENA/GÉANT

Seit 1986 ist ACOnet Mitglied des europäischen Dachverbands der nationalen Wissenschaftsnetze, der 1986 unter dem Namen RARE gegründet wird. RARE wird 1994 mit EARN zusammengeschlossen und auf TERENA umbenannt. Seit 2015 firmiert der internationale Verein unter dem Namen GÉANT Association.

1985

Internationale Anbindung

Die österreichischen Universitäten erhalten erstmals einen Zugriff auf internationale Datennetze wie EARN und EUnet. Der nationale EARN-Knoten (AEARN) wird an der Universität Linz installiert.

1981

Erste Schritte

Bereits im Jahr 1981 leiten die EDV-Zentren der Universitäten und das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung, die gemeinsam für die Schaffung einer geeigneten Kommunikations-Infrastruktur für den österreichischen Wissenschafts- und Forschungsbereich verantwortlich sind, die Entwicklung von ACOnet ein.