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Letzte Änderung: 06. Juni 2018

ACOnet-Backbone

Das österreichweite ACOnet-Trägernetz basiert auf einem wellenlängen-transparenten Glasfaser-Backbone. Die verwendete DWDM-Technologie ermöglicht mehrere Übertragungskanäle pro Strecke, die mit 10 oder 100 Gbit/s betrieben werden können (DWDM = Dense Wavelength Division Multiplexing).

2017 wurde der Backbone von ACOnet an neue Anforderungen angepasst, und es wurden drei neue Standorte (Wiener Neustadt, St. Johann/Pongau, Bregenz) aufgenommen. Seit dieser Backbone-Erneuerung sind die ACOnet-Standorte in den Bundesländern nicht mehr nur direkt an Wien angeschlossen, sondern auch untereinander besser verbunden (siehe Topologie). Damit ist es möglich, auch kurze Verbindungen zwischen beliebigen Standorten zu schalten - beispielsweise läuft der Datenverkehr zwischen Innsbruck und Salzburg nun direkt, ohne Umweg über Wien.

Die dadurch erreichbare bessere Performance zwischen zwei Standorten ist vor allem bei datenintensiven Anwendungen von Vorteil, aber auch bei Echtzeit-Anwendungen, die möglichst kurze Übertragungs-Laufzeiten (Latenzen) benötigen. Möglich werden diese flexiblen Auf- und Durchschaltungen durch die OADM-Funktionalität aller wesentlichen Backbone-Knoten, welche das Ein- und Auskoppeln von einzelnen Wellenlängen aus dem Trägernetz erlaubt (OADM = Optical Add-Drop Multiplexer).

Für gemeinsame Projekte mehrerer Teilnehmerorganisationen sind auch VPN-Verbindungen möglich - sowohl als Service auf der bestehenden ACOnet-Infrastruktur als auch über dedizierte Wellenlängen auf optischer Ebene. Ein Beispiel dafür ist der seit 2010 bestehende GovIX, ein österreichweites Peering-VLAN für Einrichtungen der öffentlichen Verwaltung. Allen ACOnet-Teilnehmern stehen zudem seit Jahren die Internetprotokolle IPv4 und IPv6 in gleicher Servicequalität zur Verfügung.


Artikel über die Backbone-Erneuerung, erschienen im ACOnet Jahresbericht 2017: